Bußgeldkatalog

Notrufnummer

Für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sieht der Gesetzgeber verschiedene Verwarnungen und Bußgelder vor, die im Bußgeldkatalog zusammengefasst sind. Bis 35 EUR gibt es nur Verwarnungen, darüber spricht der Gesetzgeber vom Bußgeld. Die Höhe der Geldstrafen, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote werden regelmäßig der aktuellen Situation angepasst und im Bußgeldkatalog veröffentlicht.

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, der unterliegt in Deutschland den Regeln der Straßenverkehrsordnung. Für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gibt es einen Bußgeldkatalog, in dem genau geregelt ist, mit welcher Strafe ein Verkehrsteilnehmer zu rechnen hat. Dabei unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. Als Ordnungswidrigkeiten werden kleinere Verstöße gegen die StVO bezeichnet, die in der Regel vom Verursacher unabsichtlich oder fahrlässig begangen wurden. Diese Vergehen werden mit einer Verwarnung bis 35 EUR oder einem Bußgeld ab 40 EUR belegt. Wer im Straßenverkehr dagegen grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich gegen die Verkehrsregeln verstößt, der begeht eventuell sogar eine Straftat. Dazu gehört natürlich nicht das absichtliche Falschparken, aber z.B. das unerlaubte Entfernen von einem Unfallort.

Kfz Versicherungen zahlen nicht bei Straftaten
Wer unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol ein Fahrzeug führt, der geht nicht nur eine Straftat, sondern er riskiert auch seinen Versicherungsschutz. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie dann bei einem Unfall eventuell ein Leben lang für die finanziellen Folgen aufkommen müssen. Auch das Führend eines Fahrzeugs ohne gültige Fahrerlaubnis ist eine Straftat und kann dazu führen, dass Kfz Versicherungen eine Haftung ablehnen. Sie werden zwar den Schaden Dritter übernehmen, in der Folge aber alle Kosten vom Verursacher zurückverlangen.

Punkte und Fahrverbote
Der Bußgeldkatalog regelt nicht nur, in welcher Höhe Verwarnungen oder Bußgelder zu erheben sind, sondern auch, ob Punkte im Zentralen Verkehrsregister eingetragen werden oder Fahrverbote ausgesprochen werden. Wer regelmäßig gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, dem drohen auch bei kleineren Vergehen nach einer Weile Fahrverbote oder Nachschulungen.

Verstöße im Ausland
Wer im Ausland gegen die dort geltende Straßenverkehrsordnung verstößt, hat je nach Land mit sehr empfindlichen Strafen zu rechnen. In vielen Ländern liegen die Bußgelder deutlich über denen in Deutschland. Wird eine Geldstrafe nicht bezahlt, behalten manche Länder das Fahrzeug als Pfand ein. Wer im Ausland einen Strafzettel bekommt, weil er falsch geparkt hat oder zu schnell gefahren ist, der muss innerhalb Europas damit rechnen, dass der Bußgeldbescheid auch am Heimatort rechtskräftig zugestellt wird. Zwischen Deutschland und Österreich gibt es ein entsprechendes Abkommen, dass auch bei kleineren Vergehen eine Verfolgung am Wohnort möglich macht. Andere EU-Länder schicken den Bußgeldbescheid erst ab einer Höhe von 70.- EUR nach.

VDABBAKW_4089 21.10.2017-09:33:44